Harald Weber Malerei
Malerei als Weltaneignung



 

Die Malerei als meine Möglichkeit der Weltaneignung ist verbunden mit einer Grundeinstellung zur Wirklichkeit, die das Gesehene als Anlass nimmt, in einen Prozess des Umformens und Manifestierens einzutreten. Wo wird das Auge gebunden, wo entscheidet sich mein Ich zum Fokussieren, was zwingt zum Verändern? In Anlehnung an Rüdiger Safranski, der schreibt, dass man glaube, dass "das bloße Vorhandensein von etwas ...die einfachste Sache von der Welt" sei, es aber genau bedacht "das Rätselhafte schlechthin" bedeutet, wird Malen zu einer ständig neuen Inszenierung auf einem Blatt Papier. Scheitern oder glücklicher Ausgang - alles birgt Möglichkeiten der Selbstüberraschung oder Selbsttäuschung.


Zitatquelle: Gespräche mit Safranski. Max Lorenzen. www.philosophia-online.de/mafo/heft2001-01/safranskigespraech.htm








                 

 

 

Stilleben mit roter Kanne (2017)
Acryl auf Karton
50 x 63